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Technische Kriterien für die Auswahl von Axialkolben- und Zahnradpumpen
Bei der Auslegung eines Hydrauliksystems ist die Pumpenauswahl eine kritische technische Entscheidung mit direktem Einfluss auf den Gesamtwirkungsgrad, den Betriebsdruck und die langfristigen Betriebskosten. Als Quelle der hydraulischen Energie nutzen Pumpen unterschiedliche Konstruktionsprinzipien, um mechanische Leistung in Fluidleistung umzuwandeln. Die beiden wichtigsten Pumpentechnologien der HMLIFT-Produktfamilie — Axialkolbenpumpen und Zahnradpumpen — wurden für unterschiedliche Einsatzprofile entwickelt.
Funktionsprinzipien und konstruktive Merkmale der Technologien
Zahnradpumpen
Zahnradpumpen fördern Hydrauliköl durch die Drehbewegung zweier präzise ineinandergreifender Zahnräder im Gehäuse. Im Ansaugbereich, in dem sich die Zahnräder voneinander lösen, entsteht ein Unterdruck, der Öl in die Pumpe zieht. Dort, wo die Zahnräder wieder ineinandergreifen, verringert sich das verfügbare Flüssigkeitsvolumen; da die Flüssigkeit nicht komprimierbar ist, wird sie unter Druck gesetzt und dem System zugeführt.
Zu den wichtigsten Merkmalen zählen eine einfache Konstruktion mit wenigen beweglichen Teilen, eine hohe Toleranz gegenüber anspruchsvollen Einsatzbedingungen, eine einfache Wartung und ein breites Förderstromspektrum. Die Dimensionierung erfolgt entsprechend dem Volumenbedarf der Anwendung anhand von Gruppenklassifizierungen wie 25, 30, 35 und 40.
Axialkolbenpumpen (Schrägachsenbauart)
Axialkolbenpumpen in Schrägachsenbauart besitzen einen Zylinderblock, der in einem definierten Winkel zur Wellenachse angeordnet ist, sowie Kolben, die sich in diesem Block hin- und herbewegen. Bei der HMLIFT-Serie PEX7 ist der Schrägachsenwinkel auf 40° optimiert, sodass die Drehbewegung der Welle einen linearen Hub der Kolben erzeugt. Dieser Mechanismus führt Ansaug- und Druckhub abwechselnd mit hoher Präzision aus.
Zu den wichtigsten Merkmalen zählen eine hohe Druckfähigkeit, ein hoher volumetrischer Wirkungsgrad und eine stabile Förderstromerzeugung über variable Drehzahlbereiche.
Vergleich der technischen Parameter
Die wesentlichen technischen Unterschiede, die die Wahl der Pumpentechnologie bestimmen, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Sonderkonfigurationen: Bidirektionale und Tandemausführungen
Zur Erfüllung vielfältiger Anwendungsanforderungen werden in Hydrauliksystemen spezielle Pumpenkonfigurationen eingesetzt:
Fazit und Hinweise zur Erstinbetriebnahme
Die Wahl zwischen einer Axialkolbenpumpe und einer Zahnradpumpe ist keine Frage der grundsätzlichen Überlegenheit einer Technologie. Sie hängt vollständig von der korrekten Analyse der Anwendungsanforderungen ab, einschließlich Betriebsdruck, Förderstrombedarf, Drehzahlcharakteristik und Systembedingungen. Unabhängig von der gewählten Technologie darf die Pumpe bei der Erstinbetriebnahme nicht trocken laufen; das System muss mit Öl gefüllt sein, und die erste Bewegung sollte bei niedriger Drehzahl und ohne Druck erfolgen. Diese Maßnahmen sind für die mechanische Lebensdauer wichtig. Zur Bestimmung der richtigen Konfiguration kann die technische Dokumentation von HMLIFT herangezogen werden.