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Ursachen ungewöhnlicher Geräusche in Hydraulikpumpen und Kontrollmethoden
Pumpen in hydraulischen Antriebssystemen — darunter Zahnrad-, Kolben- und Axialkolbenpumpen — erzeugen aufgrund ihres Funktionsprinzips während der Zirkulation naturgemäß einen bestimmten Geräuschpegel. Ungewöhnliche Geräusche, die vom normalen Rhythmus des Systems abweichen oder ihren Charakter verändern, gehören jedoch zu den deutlichsten akustischen Signalen für ein beginnendes Problem im Hydraulikkreislauf. Für einen erfahrenen Wartungstechniker oder Außendienstingenieur ist das Pumpengeräusch ein leistungsfähiges Diagnosewerkzeug, mit dem sich bereits vor der Demontage eingrenzen lässt, ob Kavitation, Lufteintritt oder ein mechanischer Defekt die Ursache ist.
Drei Hauptkategorien ungewöhnlicher Geräusche und ihre mechanische Bedeutung
Pumpengeräusche lassen sich entsprechend ihrem akustischen Charakter in drei Hauptkategorien einteilen:
1. Kavitationsanzeichen: „Kies-/metallisches Rasselgeräusch“
Kavitation entsteht, wenn der absolute Druck am Sauganschluss der Pumpe unter den Dampfdruck des Hydrauliköls fällt. In der Flüssigkeit bilden sich mikroskopisch kleine Gas- oder Dampfblasen; sobald sie in den Hochdruckbereich der Pumpe gelangen, kollabieren sie innerhalb von Millisekunden. Diese Mikroimplosionen erzeugen eine starke Schallwelle im System.
2. Anzeichen für Lufteintritt: „Brummen / unregelmäßiges Mahlgeräusch“
Lufteintritt beziehungsweise Aeration unterscheidet sich von Kavitation dadurch, dass atmosphärische Luft durch Undichtigkeiten in der Saugleitung oder infolge eines zu niedrigen Ölstands im Tank direkt in das System gezogen wird.
3. Anzeichen eines strukturellen mechanischen Defekts: „Rhythmisches Klopfen / metallisches Reiben“
Dies ist die kritischste Geräuschkategorie und tritt auf, wenn mechanische Teile im Inneren der Pumpe strukturell beschädigt sind.
Übersicht der akustischen Diagnose und Maßnahmenmatrix
| Akustischer Geräuschtyp | Mögliche physikalische Ursache | Vorrangige Maßnahme vor Ort |
| Kontinuierliches kiesartiges Geräusch | Einschränkung der Ansaugung (Kavitation) | Schlauchleitung, Filter und Viskosität prüfen |
| Unregelmäßiges Brummen und Schaumbildung | Externer Lufteintritt | Schellen festziehen und Tankölstand auffüllen |
| Rhythmisches Klopfen und Knacken | Schaden an inneren mechanischen Bauteilen | System stoppen und Pumpe überholen |
Fazit
Das Geräusch einer Hydraulikpumpe ist ein unmittelbarer Indikator für den Systemzustand. Das Sauberhalten der in den Pumpenkatalogen angegebenen Ölwarn- beziehungsweise Leckagebohrungen, die Einhaltung der Toleranzen der Saugleitung und die korrekte frühzeitige Analyse ungewöhnlicher Geräusche gehören zu den wirksamsten Maßnahmen der Betriebsüberwachung, um zu verhindern, dass sich ein durch einfaches Nachziehen eines Schlauchs lösbares Problem zu einem schweren Systemschaden entwickelt.